Behinderung

1. Wie können mehr Arbeitgeber motiviert werden, Menschen mit Behinderung einzustellen?

Irene Alt

  • Schaffung von Arbeitsplätzen für behinderte Menschen ist für mich eine Herzensangelegenheit.
  • Mehr und längere Praktiken in den Schulen und in den WfB anbieten. Dafür in den Betrieben werben.
  • Positives Anreizsystem schaffen.

Dorothea Schäfer

  • Ein Bonussystem erstellen, z.B. Förderung bei Einstellung von behinderten Menschen.
  • Mehr Praktikumsplätze schaffen.
  • Mit positiven Arbeitsmodellen werben.

Salvatore Barbaro

  • Es wird oft unterschätzt oder falsch eingeschätzt, was behinderte Menschen in Wirklichkeit leisten können.
  • Behinderte Menschen eher mehr fordern statt nur fördern, Kompetenzen nutzen.
  • Gute Beispiele nach außen tragen, Modellprojekte schaffen und fördern, z.B. Integrationsbetriebe fördern.

Moritz Mergen

  • Selbst Mitglied im Aufsichtsrat der WfbM.
  • Anreize in der Kommune setzen durch Inklusionspraktiken über einen längeren Zeitraum schaffen, z.B. bei einem Bauunternehmen.

2. Was wollen Sie tun, um bei bereits bestehenden öffentlichen Gebäuden die Barrierefreiheit voran zu treiben?

Irene Alt

  • Architekten noch mehr heranziehen und in die Verantwortung nehmen.
  • Bauanträge anfordern und intensiver auf Barrierefreiheit überprüfen.
  • Mitarbeiter der Bauämter durch Schulungen besser sensibilisieren auf die Umsetzung der Landesbauordnung zu achten.
  • Öffentliche Auszeichnungen verleihen und barrierefreie Umsetzung in öffentlichen Broschüren bekannt machen.
  • Zuschüsse nach bestimmten Kriterien und Bereichen vorstellbar.

Dorothea Schäfer

  • Architekten durch Schulungen fördern.
  • Ämter besser mobilisieren, auf Barrierefreiheit zu achten.

Salvatore Barbaro

  • Investitionsmittel zur Sanierung nutzen um Barrierefreiheit zu fördern.
  • Mehr barrierefreien Wohnraum schaffen durch Erwerb bestehenden Wohnraum (z.B. Tauschangebot von Alt zu Neu, um Ortskerne barrierefrei zu schaffen).

Moritz Mergen

  • Öffentliche Hand in Pflicht nehmen, bei finanzieller Unterstützung (Zuschüsse).
  • Minimale abgestufte Hilfen für alle betreffenden Bewerber.

3. Wie kann der Kreis Mainz-Bingen die Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Bereich Freizeit noch weiter verbessern?

Irene Alt

  • Mehr Angebote zu Kultur- und Freizeitveranstaltungen fördern, unterstützen.
  • Vermehrte barrierefreie Fahrdienste schaffen im Nahverkehr.
  • Verbesserung durch Fahrscheine für Behindertenfahrdienste.

Dorothea Schäfer

  • Durch Anreize barrierefreie Freizeitmöglichkeiten schaffen.
  • Verbesserung durch Fahrscheine und mehr barrierefreie Haltestellen schaffen.

Salvatore Barbaro

  • Förderung von barrierefreien Freizeitstätten.
  • Verbesserten Nahverkehr durch barrierefreien Ausbau von Haltestellen und durch Fahrscheine für Behindertenfahrdienste.

Moritz Mergen

  • Behindertensport vorantreiben, Vereine dabei unterstützen.
  • Kompetenzen nutzen.

Bildung

1. Wie soll Ihrer Meinung nach die Schule 2030 aussehen?

Irene Alt

Eine inklusive Schule für alle Menschen, unabhängig von Behinderung, Herkunft, etc. Die Kinder sollen möglichst gemeinsam lange lernen, z.B. könnte eine Differenzierung erst nach der 6. Klasse erfolgen, dann sind die Kinder älter und man kann den weiteren Werdegang besser abschätzen.

Alle Schüler sollen unter einem Dach unterrichtet werden – in Form der Binnendifferenzierung, ähnlich wie bei integrierten Gesamtschulen, Diskriminierung und Stigmatisierung werden damit verringert. Ziel: gleiche Chancen für alle herstellen.

Dorothea Schäfer

Bevorzugt individuelle Förderung, eine entsprechende Umsetzung ist mit dem vorhandenen Schulgesetz umzusetzen.

Kinder mit verschiedenen Anforderungen und aus unterschiedlichen Situationen sollen alle bestmöglich gefördert werden. Lernen soll aber auch Spaß machen.

Die Rahmenbedingungen zur Umsetzung von Inklusion müssen geschaffen werden, z.B. muss die Lehrerausbildung erweitert werden, die Schulen benötigen weiteres Personal und zusätzliche Räume. Fazit: Inklusion ja, aber auch erst mal die Förderschulen erhalten.

Bildung braucht ausreichend finanzielle Mittel.

Salvatore Barbaro

Sieht die Schule zukünftig nicht als einen Ort wo nach Altersklassen eingeteilt wird, sondern als einen Bildungsraum für unterschiedliche Altersstufen, also auch Erwachsene. Das bedeutet auch keinen Unterschied zwischen wie Kita und Schule zu machen. Die Bildungsorte müssen hell und bunt sein und benötigen ein breites Angebot zur Deckung der unterschiedlichen Bedarfe je nach Alter.

Er kann sich vorstellen auch das Umfeld in das Lernen einzubeziehen, z.B. die Eltern, Handwerksbetriebe, den Mittelstand. Angebote wie Schulgärten und Schulküchen müssen konstant vorgehalten werden, damit die Kinder frühzeitig lebenspraktische Fähigkeiten, wie Kochen, erlernen.

Moritz Mergen

Hat in der Schule die Einführung digitaler Techniken noch miterlebt. Das war spannend den Einsatz der neuen Technik zu sehen, aber die Ressourcen wurden damals und auch heute noch nicht ausgeschöpft, weil einige Lehrkräfte noch nicht gut mit den neuen Techniken umgehen können.

Aber, die Technik an Schulen muss digital werden. Schulen müssen die Entwicklung mitgehen, dafür benötigen die Lehrer ausreichend Fortbildungen. Dafür müssen seitens der Schulen die Freiräume geschaffen werden. Der Landkreis muss dies auch beim Land einfordern

Digitalisierung und Inklusion müssen Schwerpunkte heutzutage in der Fortbildung sein.

2. Wie wollen Sie das lebenslange Lernen allen Bürger*innen ermöglichen?

Irene Alt

Das ist ein wichtiges Thema für alle Bürgerinnen und Bürger, denn egal wie alt man ist, man lernt immer noch dazu.

Frau Alt nimmt den Landkreis Mainz-Bingen als Bildungslandkreis wahr.

Eine große Rolle spielen die verschiedenen Bildungseinrichtungen. Diese müssen ihre Angebote noch stärker an den Bedarfen der unterschiedlichen Zielgruppen ausrichten. Weiterbildung muss mitten in der Stadt, Bürgernah vorgehalten werden.

Dann ist es ein Standortvorteil für die politische Stadtentwicklung.

Wir müssen schauen, welche Gemeinden hierfür noch Unterstützung brauchen, denn Bildung braucht ansprechende Räume

Dorothea Schäfer

Lebenslanges Lernen ist wichtig, doch ältere Menschen fühlen sich zum Teil abgehängt. Damit sie bzw. alle Bürgerinnen und Bürger mithalten können, auch über die Schule hinaus, müssen zusätzliche erreichbare Möglichkeiten geschaffen werden. Berufliche Weiterbildung wird nach Selbsteinschätzung genutzt.

Insgesamt ist die Kreisvolkshochschule gut aufgestellt, auch wenn derzeit der Schwerpunkt bei der Durchführung von Sprachkursen liegt.

Die Kreisvolkshochschule braucht weitere Unterstützung, um neue Angebote zu erstellen. Die Kreisvolkshochschule sollte ihre Öffentlichkeitsarbeit verstärken, um noch besser neue Zielgruppen zu erreichen.

Der Landkreis Mainz-Bingen muss dafür auch weiterhin finanzielle Mittel bereit stellen.

Salvatore Barbaro

Lebenslanges Lernen steht prinzipiell allen Bürgerinnen und Bürgern offen und ist für alle möglich.

Auch wenn die Barrierefreiheit nur zum Teil erfüllt ist. Im Einzelfall können Räume aber kurzfristig getauscht werden (bei Angeboten der Kreisvolkshochschule).

Bildung erfährt nach der Schule und Ausbildung meist eine Unterbrechung, z.B. durch die Familienphase. Sie ist ein schwieriger Zeitpunkt für das Thema Lernen. Die Ansprüche an die Menschen sind sehr hoch, sie sich zu engagieren, für die Familie da sein etc..

Es müssen Wege gefunden werden zur stärkeren Motivation Bildungsangebote zu nutzen. Dabei müssen Wege zum Wiedereinstieg ermöglicht werden – Ansprache der Zielgruppen muss gelingen.  Da spielen auch Vereine eine große Rolle, es gibt eine gesunde Vereinsstruktur. Die Vereinsstruktur sehr offen für alle Bürgerinnen und Bürger. Viele Vereine haben Interesse sich darüber hinaus zu öffnen.

Moritz Mergen

Weiterbildung hat das Problem des Preiskampfes, die Personalkosten sind dabei der Hauptfaktor. Die Kreisvolkshochschule muss es schaffen, Weiterbildungsstrukturen zu öffnen für Bürger/innen, dass diese auch als Dozent/innen eingesetzt werden können. Diese müssen vor dem Einsatz geschult werden, z.B. in Didaktik.

3. Ist unser Bildungssystem den Herausforderungen der vielfältigen Bevölkerung gewachsen?

Irene Alt

Unser Bildungssystem hat Angebot vom Kindergarten, über Schule bis lebenslanges Lernen. Die Systeme sind zum Teil unterschiedliche aufgestellt, das Fachpersonal ist dafür in der Regel gut qualifiziert.

In der Schule ist die Herausforderung größer, z.B. Schwerpunktschulen brauchen genügend Förderpädagogen. Flüchtlingskinder haben große Probleme in der Schule, aufgrund fehlender Sprachkenntnisse.

Der Landkreis Mainz-Bingen muss prüfen, wie er da unterstützten kann. Schulen haben unterschiedliche Bedarfe, das muss ebenfalls berücksichtigt werden.

Dorothea Schäfer

Das derzeitige Bildungssystem ist den Anforderungen nicht gewachsen.

Die Herausforderung ist an den Berufsbildenden Schule besonders groß, da neue Zielgruppen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen hinzugekommen sind.

Schulen stehen außerdem vor der Herausforderung, dass die Sprachkenntnisse bei geflüchteten Schülerinnen und Schülern nicht ausreichen, außerdem kommen neue Schüler sehr kurzfristig in die Klassen.

Es müssen Maßnahmen gegen Mobbing erarbeitet werden. Schülerinnen und Schüler, die aus der Mehrheit herausstechen, sind oft Opfer von Mobbing, dafür

braucht es ein Konzept.

Um insgesamt die Herausforderungen zu mildern, kann der Landkreis Mainz-Bingen jetzt schon begrenzt unterstützen, z.B. durch Intensivierung der Sprachkurse und der Schulsozialarbeit.

Salvatore Barbaro

Unser Bildungssystem ist jetzt schon gut und wir sind auf dem Weg, es noch weiter zu verbessern.
Aber, wir haben es noch nicht geschafft, dass alle Hochschulen Englisch als Lehrsprache verwenden.

Moritz Mergen

Die Vielfalt des Bildungssystems ist gut und groß. Viele Schulen nehmen ihr Leitbild sehr ernst, das sollten noch mehr Schulen machen.
Es ist für alle Bürgerinnen und Bürger ein passendes Angebot vorhanden.

Doch der Einstieg in das System ist falsch, Eltern sollten kein Geld erhalten, wenn sie ihre Kinder nicht in die Kita bringen.

Der Personalschlüssel an den Schulen ist zu gering.
Die Herausforderung an den Schulen, aufgrund der unterschiedlichen Schülerinnen und Schüler ist groß, eine Trennung nach den verschiedenen Schülergruppen sollte trotzdem nicht erfolgen. Es sollten nicht nur Lehrer an den Schulen eingesetzt werden, sondern auch Sozialpädagogen etc.. Eine breite Herangehensweise ist wichtig.

Die Förderschulen müssen erhalten bleiben, es darf keine Vorschriften geben, welche Schule zu besuchen ist.

Die Durchlässigkeit der Schulen ist ebenfalls ein wichtiger Gelingens Faktor.

Migration

1. Wie kann man die unterschiedlichen Kulturen einander näher bringen?

Irene Alt

  • Es ist ganz wichtig, dass sich Kulturen untereinander kennenlernen.
  • Es muss ein Dialog da sein.
  • Wenn sich die Menschen verschiedener Kulturen begegnen, haben sie die Möglichkeit miteinander zu reden, tauschen sich aus und können auch alltägliche Probleme ansprechen.
  • Genauso sind Feste für Begegnungen sehr wichtig.
  • Auch religiöse Themen gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Dorothea Schäfer

  • Es gibt Initiativen, die sich das als Ziel gesetzt haben. Das funktioniert schon sehr gut.
  • Für Ehrenamtliche, muss es weiterhin Unterstützung durch die Kreisverwaltung geben.
  • Barrieren werden abgebaut, indem die Menschen in Sportvereinen mitmachen oder zusammen musizieren.
  • Man spürt in der Bevölkerung eine gewisse Spaltung. Die einen denken, dass sie viel Hilfe erhalten, die anderen haben Sorge zu wenig zu bekommen.

Salvatore Barbaro

  • Kultur schafft etwas verbindendes.
  • Vereine, wie Sportvereine, sind für Begegnungen wichtig und auch andere Vereine müssten sich mehr öffnen.
  • Überall wo sich Menschen begegnen, treffen verschiedene Kulturen aufeinander.

Moritz Mergen

  • Habe in den Neunziger Jahren in der Schule, selber die Erfahrung gemacht, in dem er mit Kindern verschiedener Nationalitäten, in einer Klasse saß. Da gab es keine Probleme.
  • Kinder haben noch keine Vorurteile.
  • Es ist wichtig, dass Kinder in den Kindergarten gehen.
  • Einheimische und Menschen aus anderen Ländern, die hier schon länger leben, müssen als Vorbilder auftreten.

2. Wo sehen Sie die größte Herausforderung in der Integration von geflüchteten Menschen?

Irene Alt

  • Das ist die größte gesellschaftliche Herausforderung. Für die Integration ist eine gute Willkommenskultur wichtig.
  • Wichtig ist es auch dass die Menschen begleitet werden. Dank der Ehrenamtlichen läuft das sehr gut.
  • Auch Bürokratie müsste abgebaut werden, um den Menschen die Sache zu vereinfachen.
  • Weiterhin sind gezielte und gute sprachliche Förderung in den Kindergärten und Schulen wichtig.

Dorothea Schäfer

  • Mehr Aufklärung um Vorbehalte abzubauen
  • Ausbildung, u.a. in handwerklichen Berufen ermöglichen.
  • Bildung ist Schlüssel zur Integration.

Salvatore Barbaro

  • Es darf nicht passieren, dass Gruppierungen entstehen, so wie vor einigen Jahren im Hunsrück, mit den Bürgern aus Russland. Es ist dann sehr schwer an die Menschen heran zu kommen. Sie bleiben dann nur unter sich und sehen nicht was drum rum passiert.
  • Zur Zeit beobachtet er, dass die türkischen Mitbürger immer mehr unter sich bleiben und viel türkische Sender hören.
  • Kinder kennen nur Menschen, Freunde und Gemeinsamkeit. Sie kennen noch keine Vorurteile.

Moritz Mergen

  • Flüchtlinge müssten zuerst die Schwierigkeiten und dass Erlebte, von der Flucht verarbeiten.
  • Es muss denen Gelegenheit und etwas mehr Zeit gegeben werde, sich hier zurecht zu finden.

Senioren

1. Welche Möglichkeiten sehen Sie auf der Ebene des Landkreises, bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum für Seniorinnen und Senioren zu schaffen?

Irene Alt

Eine gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis wäre gut. Viele Gemeinden haben diesbezüglich auch schon Interesse angemeldet. Viele verschiedene Gruppen in der Bevölkerung sind auf bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum angewiesen. Optimal wäre es, wenn auch Wohnraum für Mehrgenerationenwohnen und gemeinschaftliche Wohnformen geschaffen würde.

Dorothea Schäfer

Schneller als mit der zur Zeit diskutierten Kreiswohnungsbaugesellschaft könnte Wohnraum mit speziellen Förderprogrammen geschaffen werden. Um den benötigten Wohnraum zu schaffen, sollte in der Kreisverwaltung eine entsprechende Stelle eingerichtet werden, die die VGen und die Ortsgemeinden unterstützt. Die Kommunen wissen nämlich, wo entsprechender Wohnraum fehlt. Ein Beispiel dafür ist die Unterstützung der VG Sprendlingen/Gensingen durch das Demografie-Förderprogramm des Kreises bei der Planung zur Schaffung von bedarfsgerechtem Wohnen.

Salvatore Barbaro

Wir brauchen mehr Wohnungen, insbesondere barrierefreien Wohnraum. Der Landkreis muss gemeinsam mit den Ortsgemeinden den notwendigen Wohnraum schaffen. Allein wären die Ortsgemeinden damit in vielen Fällen überfordert. Die beste Lösung wäre eine gemeinnützige Kreiswohnungs-baugesellschaft. Diese wäre privaten Baugesellschaften vorzuziehen, da diese eher an entsprechende Profite denken.

Moritz Mergen

Eine gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis wäre zu begrüßen. Barrierefreier Wohnraum wird im Landkreis dringend benötigt, da immer mehr ältere Menschen auf das Land ziehen. Die Schaffung von Wohnraum kann nicht nur Privaten überlassen werden. Die so entstehenden Preiskämpfe könnten viele Seniorinnen und Senioren nicht durchstehen.

2. Welche Möglichkeiten sehen Sie, die Mobilität von Seniorinnen und Senioren auch im ländlichen Bereich des Landkreises sicherzustellen?

Irene Alt

Der ÖPNV muss ausgeweitet werden. In den Verkehrsmitteln und an den Haltestellen muss Barrierefreiheit geschaffen werden. Ergänzend ist an einen verstärkten Einsatz von Bürgerbussen zu denken.

Dorothea Schäfer

Der Verkehrsplan muss weiter entwickelt werden. Bushaltestellen sind barrierefrei zu gestalten.

Senioren brauchen Unterstützung, wenn sie gefahren werden müssen. Ehrenamtliche Unterstützung, zum Beispiel wenn ältere Menschen gefahren werden müssen, leisten oft ehrenamtlich tätige Personen. Sie brauchen unsere Unterstützung. Außerdem müssen weitere Bürgerbusse gefördert werden.

Moritz Mergen

Es gibt verschiedene Konzepte wie z.B. Bürgerbusse oder Kommunen, die sich zu gemeinsamen Aktionen zusammenfinden. Bürgerbusse sind allerdings kein Modell für die Zukunft, denn irgendwann stehen altersbedingt weniger Menschen als Fahrer zur Verfügung. Besser sind Konzepte wie Wegeteilung oder Carsharing.

Salvatore Barbaro

2019 werden neue Konzessionen für die Buslinien erteilt. Noch in diesem Jahr werden kreisbezogene Buskonzepte entwickelt. Vor der Erteilung von Konzessionen, ist ein Beteiligungskonzept mit den Ortsgemeinden mit entsprechender Bürgerbeteiligung zu entwickeln. Entscheidend dabei ist eine gute Vertaktung der Buslinien mit den Eisenbahnhaltestellen.

3. Wie kann die Kreisverwaltung die Kommunen bei der Schaffung der notwendigen Infrastruktur zur Gestaltung der demografischen Entwicklung unterstützen?

Irene Alt

Die Bürgermeister müssen über das Thema informiert werden. Wichtig ist, dass bereits jetzt schon Demografie - Fördermittel eingesetzt werden. Über das Thema sollte die Bevölkerung, z.B. auch mit Wanderausstellungen, informiert werden. Der Seniorenbeirat des Landkreises ist ein wichtiger Ideengeber für den Landkreis.

Dorothea Schäfer

Man muss sich im ständigen Gespräch mit den Beteiligten befinden. Menschen im ländlichen Raum müssen durch entsprechende Hilfen versorgt werden. Ich setze mich dafür ein, dass in einzelnen Regionen eine „Gemeindeschwester“ eingesetzt werden kann.

Salvatore Barbaro

Wichtig ist die Frage der Nahversorgung. Wenn Ortskerne verrotten, wird auch die ortseigene Nahversorgung zerstört. Auch wenn etwas nicht wirtschaftlich ist, kann es für die innerörtliche Infrastruktur durchaus wichtig sein. Deshalb gilt auch hier, dass eine Kreiswohnungsbaugesellschaft wichtig ist. Grundsätzlich gilt, dass Einzelhandelsmöglichkeiten erhalten bleiben müssen und das Verkehrskonzepte mit der innerstädtischen Bebauung abzustimmen sind.

Moritz Mergen

Wichtig ist, dass zu treffende Maßnahmen tragen. Es müssen Strukturen vom Landkreis, gemeinsam mit den Kommunen, geschaffen werden. Ein Beispiel ist das Konzept der Dorfläden.

Wichtig ist auch die Bildung der Seniorinnen und Senioren. Entsprechende Angebote sind von der VHS zu schaffen. Nur durch Bildung können eigene Fähigkeiten älterer Menschen entwickelt werden.

Inklusion heißt für mich ...

Irene Alt

Gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen – egal welcher Nationalität, welcher Religionsangehörigkeit, mit oder ohne Beeinträchtigung – am gesellschaftlichen Leben.
Das fängt in der Kita an – in der Regelkita – geht über gemeinsame Schule bis zu Arbeit in Unternehmen oder Integrationsbetrieben und umfasst auch Wohnen, Freizeit und Kultur.

Dorothea Schäfer

Rahmenbedingungen zu schaffen, die Kindern und Jugendlichen wie Erwachsenen mit Beeinträchtigungen gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Das bedeutet nicht eine Lösung für alle, sondern individuelle Angebote: für jeden das Richtige. 

Salvatore Barbaro

Dass alle Menschen gleich und frei sind. 

Moritz Mergen

Niemals aufzugeben.
Sie ist ein dauerhafter Prozess, der nie ins Stocken geraten darf.

Wo haben Sie zur Inklusion bereits beigetragen?

Irene Alt

  • Der Aktionsplan zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention für den Landkreis Mainz-Bingen stammt von mir – auf meinem PC geschrieben.
  • Gründung von Integrationsbetrieben im Landkreis Mainz-Bingen – cbs, CAP-Markt Jugenheim, Rheinterrassen „Lernen Fördern e.V.“ Oppenheim.
  • Vermittlung von behinderten jungen Menschen in Kitas als Hauswirtschaftskräfte nach dem Budget für Arbeit.

Dorothea Schäfer

Als ehemalige Kreisbeigeordnete für Jugend und Soziales habe ich mich dafür in verschiedenen Bereichen eingesetzt: angefangen beim Kindergarten bis hin zur Integration von Älteren. 

Salvatore Barbaro

In der LBauO-Novelle (Anmerkung von Gracia Schade, gemeint ist die Novellierung der Landesbauordnung von Rheinland-Pfalz)
und in 6 Jahren im Bauministerium

Moritz Mergen

Als 2. Vorsitzender der Lebenshilfe Mainz-Bingen setze ich mich seit über 5 Jahren für die Inklusion ehrenamtlich ein.

Nennen Sie ein wichtiges „Projekt“, dass Sie als Landrätin / als Landrat umsetzen wollen. 

Irene Alt

  • Schaffung weiterer, neuer Integrationsbetriebe
  • Schaffung weiterer Plätze in Kitas für behinderte Menschen in den Bereichen Hauswirtschaft und Hausmeister 

Dorothea Schäfer

Barrierefreier Tourismus. Auch Menschen mit Beeinträchtigungen sollen ungehindert reisen können. 

Salvatore Barbaro

Ausbau barrierefreier Wohnungen durch eine Kreiswohnungsbaugesellschaft. 

Moritz Mergen

Ich möchte als Landrat die Inklusion im Sport fördern. Hier muss auch im Landkreis noch viel getan werden. 

 

Anmerkung von Gracia Schade:
Die oben genannten Antworten wurden von den Kandidatinnen und Kandidaten vorab schriftlich beantwortet!