Stellenausschreibung 2: ErgotherapeutIn / ErzieherIn / HeilerziehungspflegerIn

Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Mainz e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit unterschiedlichen Angeboten für die Selbstbestimmung behinderter Menschen einsetzt. Wir unterstützen Menschen mit Behinderungen durch individuelle Beratung, Bildungsangebote, Öffentlichkeitsarbeit und politische Interessenvertretung.

Zur Unterstützung unseres Bereiches „ambulantes/unterstütztes Wohnen“ suchen wir ab sofort eine/n Ergotherapeuten/in, Heilerziehungspfleger/in, Erzieher/in in Voll- oder Teilzeit. Die Stelle ist zunächst auf ein Jahr befristet mit der Möglichkeit einer langfristigen Beschäftigung.

Das unterstützte Wohnen hilft Menschen mit Behinderungen dabei, eigenständig und selbstbestimmt zu wohnen. Die Unterstützung ist umfassend und bezieht sich auf alle Lebensbereiche. Sie erfolgt in der Regel im Rahmen des Persönlichen Budgets.

Ihre Aufgaben:

  • Unterstützung bei Antragstellungen und Behördengängen
  • Koordination innerhalb des Betreuungsnetzwerks (z.B. Familienangehörige, gesetzliche Betreuer und Pflegedienste)
  • Gespräche zu Themen wie: Umgang mit der eigenen Behinderung oder chronischen Erkrankung
  • Begleitung bei Arztterminen
  • Training lebenspraktischer Fähigkeiten (Umgang mit Geld, Einkaufen, Kochen, Haushaltsführung)
  • Strukturierung des Alltags

Wir erwarten:

  • Eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem der oben genannten Berufe
  • Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen
  • Eignung, sowohl zur Teamarbeit als auch zum selbstständigen Arbeiten
  • Zeitliche Flexibilität
  • Freude an der Begleitung unserer Klientinnen und Klienten
  • Einfühlungsvermögen und Kreativität
  • Eigener Pkw und Führerschein Klasse B sind von Vorteil

Wir bieten:

  • Flexible Arbeitszeiten
  • Interessante, verantwortungsvolle Tätigkeit
  • Weiterbildung
  • Team- und Fallsupervision.

Die Identifikation mit der Philosophie des selbstbestimmten Lebens behinderter Menschen setzen wir voraus.

Bewerbungen von Menschen mit Behinderungen sind ausdrücklich erwünscht.

 

Ihre aussagekräftige Bewerbung (gerne auch per Mail) senden Sie bitte an:

ZsL Mainz e.V., Mehtap Karaca, Rheinallee 79-81, 55118 Mainz,

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Infoabend:

ASSISTENZHUNDE – Chancen und
Risiken der tierischen Assistenten

Für Medien gelten Assistenzhunde als wahre Überhunde, die alles können, alles verstehen und vorbehaltlos lieben. Für Kritiker sind es einfach nur Hunde, die bellen, haaren, sabbern und in ihrem Verhalten unberechenbar sind.

In diesen Extremen wird über Assistenzhunde diskutiert. Aber wie ist es wirklich:

  • Was können Assistenzhunde tatsächlich leisten?
  • Wem nützen Assistenzhunde?
  • Was ist der Unterschied zu Therapiehunden?
  • Was brauchen sie, um ihr Potential entfalten zu können?
  • Wie kann man in Deutschland einen Assistenzhund bekommen?
  • Welche Standards gibt es?

Sabine Häcker aus Berlin und Anna Senkel aus Kelkheim (Vorstandsmitglieder von Hunde für Handicaps – Verein für Behinderten-Begleithunde e.V., www.hundefuerhandicaps.de) werden dazu sprechen und antworten. Und sie werden von Hunden begleitet, die das ein oder andere zeigen können.

Termin:

Dienstag, 26. September 2017 von 18:00 bis 20:30 Uhr

Veranstaltungsort:

Zentrum für selbstbestimmtes Leben
behinderter Menschen (ZsL) Mainz e.V.

Rheinallee 79-81

55118 Mainz

Die Räume sind vollständig rollstuhlgerecht.

Wegbeschreibung: http://www.zsl-mz.de/kontakt-impressum/wegbeschreibung

Anmeldung

Begrenzte Teilnehmerzahl.
Anmeldung richten Sie bitte bis 17. September 2017 an:
Kerstin Gerke
Tel.: 030 420 874 00
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Stellenausschreibung 1: PädagogIn / SozialarbeiterIn

Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Mainz e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit unterschiedlichen Angeboten für die Selbstbestimmung behinderter Menschen einsetzt. Wir unterstützen Männer und Frauen mit Behinderung durch individuelle Beratung, Bildungsangebote, Öffentlichkeitsarbeit und politische Interessenvertretung.

Zur Unterstützung unseres Bereiches „ambulantes/unterstütztes Wohnen“ suchen wir ab sofort eine/n Pädagogen/in oder Sozialarbeiter/in in Voll- oder Teilzeit. Die Stelle ist zunächst auf ein Jahr befristet mit der Möglichkeit einer langfristigen Beschäftigung.

Das unterstützte Wohnen hilft Menschen mit Behinderungen dabei, eigenständig und selbstbestimmt zu wohnen. Die Unterstützung ist umfassend und bezieht sich auf alle Lebensbereiche. Sie erfolgt in der Regel im Rahmen des Persönlichen Budgets.

Ihre Aufgaben:

  • Unterstützung in Form von psychosozialer Einzelfallhilfe
  • Unterstützung bei Antragstellungen und Behördengängen
  • Koordination innerhalb des Betreuungsnetzwerks (z.B. Familienangehörige, gesetzliche Betreuer und Pflegedienste)
  • Gespräche zu Themen wie: Umgang mit der eigenen Behinderung oder chronischen Erkrankung
  • Unterstützung beim Einsatz von Assistenzkräften oder Pflegediensten
  • Begleitung bei Arztterminen
  • Training lebenspraktischer Fähigkeiten (Umgang mit Geld, Einkaufen, Kochen, Haushaltsführung)
  • Strukturierung des Alltags

Wir erwarten:

  • Eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem der oben genannten Berufe
  • Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung
  • Eignung, sowohl zur Teamarbeit als auch zum selbstständigen Arbeiten
  • Zeitliche Flexibilität: Arbeitseinsätze auch nachmittags und abends
  • Freude an der Begleitung unserer Klient/innen
  • Einfühlungsvermögen und Kreativität
  • Sicheres Auftreten gegenüber Klient/innen und Kostenträgern
  • Eigener Pkw und Führerschein Klasse B sind von Vorteil.

Wir bieten:

  • Flexible Arbeitszeiten
  • Interessante, verantwortungsvolle Tätigkeit
  • Weiterbildung
  • Team- und Fallsupervision.

Die Identifikation mit der Philosophie des selbstbestimmten Lebens behinderter Menschen setzen wir voraus.

Bewerbungen von Menschen mit Behinderung sind ausdrücklich erwünscht.

 

Ihre aussagekräftige Bewerbung (auch gerne per Mail) senden Sie bitte an:

ZsL Mainz e.V., Mehtap Karaca, Rheinallee 79-81, 55118 Mainz,

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Foto von Gracia Schade und Stephan HeymPersonalwechsel im ZsL Mainz

Gracia Schade übergibt zum 1. August 2017 die ZsL-Geschäftsführung an
Stephan Heym, der bislang als Geschäftsführer der LAG Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz tätig war.

Dennoch bleibt Gracia Schade dem ZsL Mainz erhalten und übernimmt die Leitung des von der Aktion Mensch geförderten neuen Projektes „Kommune inklusiv“.

Gracia Schade:

„Die Ausschreibung zu dem Projekt hat mich sofort angesprochen. Gesucht wurden Kommunen, die die Inklusion in ihrer Gemeinde wegweisend voranbringen wollen. Die Verbandsgemeinde Nieder-Olm hat sich erfolgreich beworben und wird unter Federführung des ZsL Mainz sowie in Zusammenarbeit mit weiteren Netzwerkpartner*innen Maßnahmen entwickeln und umsetzen, die ein gutes Miteinander aller Menschen fördern.

Für mich bietet dieses Projekt die Chance, mich voll und ganz meinem Herzensthema, der Inklusion, widmen zu können. Ich bin seit über 20 Jahren behindertenpolitisch engagiert und habe zunehmend den Wunsch entwickelt, direkt vor Ort und ganz nah bei den Menschen und ihren Bedürfnissen zu sein. Hier glaube ich, meine Stärken noch besser einsetzen zu können. Dazu zähle ich beispielsweise die Vermittlung zwischen unterschiedlich positionierten Gruppierungen oder kreative Ideen für möglichst unmittelbare Problemlösungen.

Mit meinen ehrenamtlichen Positionen – Behindertenbeauftragte für den Landkreis Mainz-Bingen und Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderung der Verbandsgemeinde Nieder-Olm – bin ich seit sieben Jahren zunehmend mit dieser Region verwurzelt. Dies ist ein weiterer Grund, weshalb ich mich um die Position der Netzwerkkoordinatorin beworben habe und meine gesamte Arbeitskraft dort einbringen möchte. Von daher bedeutet der Wechsel von der ZsL-Geschäftsführung zu dieser Projektleitung für mich auch keinen Abstieg von einer höheren Ebene, sondern vielmehr eine Weiterentwicklung meiner „Berufung“.

Mit Stephan Heym haben wir einen sehr engagierten Vertreter der selbstbestimmten Behindertenpolitik für die Position der ZsL-Geschäftsführung gewinnen können. Als langjähriger Geschäftsführer der LAG Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz bringt er viele wertvolle Erfahrungen mit.

Schon häufig haben wir Aktionen und Projekte zusammen durchgeführt, und ich bin sicher, dass er das Bewährte im ZsL verantwortungsvoll fortführen und gute Ideen für Neues mitbringen wird.“

Stephan Heym:

„Das ZsL Mainz steht für mich nicht nur für unabhängige und umfassende Beratung von behinderten Ratsuchenden durch selbst betroffene Beraterinnen und Berater. Es setzt sich aus Betroffenensicht auch für die Interessen der Menschen mit Behinderungen ein - und dies weit über die Grenzen der Stadt Mainz bzw. des Landkreises Mainz-Bingen hinaus.

In Zeiten der UN-Behindertenrechtskonvention ist es wichtig, sich einzubringen, Interessen sichtbar zu machen und die Rechte auf Wahlfreiheit und ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen durchzusetzen. Als politisch denkender Mensch werde ich mich hierfür stark machen und meine Erfahrungen für das ZsL Mainz einbringen.

Neben den Kernbereichen Beratung und Interessenvertretung bietet das ZsL Mainz auch Unterstützungsangebote sowie Dienstleistungen für Menschen mit und ohne Behinderungen an. Gerade die Kombination und die Vielfalt dieser drei Bereiche machen den Reiz für mich aus und haben mich dazu bewegt, die neue Herausforderung und auch die damit verbundene Verantwortung als Geschäftsführer anzunehmen.

Daneben freue ich mich natürlich auch auf die Zusammenarbeit und den Austausch mit dem Vorstand, den neuen Kolleginnen und Kollegen sowie den vielfältigen Begegnungen mit den Kooperationspartnerinnen und -partnern des ZsL Mainz.“

Behinderung

1. Wie können mehr Arbeitgeber motiviert werden, Menschen mit Behinderung einzustellen?

Irene Alt

  • Schaffung von Arbeitsplätzen für behinderte Menschen ist für mich eine Herzensangelegenheit.
  • Mehr und längere Praktiken in den Schulen und in den WfB anbieten. Dafür in den Betrieben werben.
  • Positives Anreizsystem schaffen.

Dorothea Schäfer

  • Ein Bonussystem erstellen, z.B. Förderung bei Einstellung von behinderten Menschen.
  • Mehr Praktikumsplätze schaffen.
  • Mit positiven Arbeitsmodellen werben.

Salvatore Barbaro

  • Es wird oft unterschätzt oder falsch eingeschätzt, was behinderte Menschen in Wirklichkeit leisten können.
  • Behinderte Menschen eher mehr fordern statt nur fördern, Kompetenzen nutzen.
  • Gute Beispiele nach außen tragen, Modellprojekte schaffen und fördern, z.B. Integrationsbetriebe fördern.

Moritz Mergen

  • Selbst Mitglied im Aufsichtsrat der WfbM.
  • Anreize in der Kommune setzen durch Inklusionspraktiken über einen längeren Zeitraum schaffen, z.B. bei einem Bauunternehmen.

2. Was wollen Sie tun, um bei bereits bestehenden öffentlichen Gebäuden die Barrierefreiheit voran zu treiben?

Irene Alt

  • Architekten noch mehr heranziehen und in die Verantwortung nehmen.
  • Bauanträge anfordern und intensiver auf Barrierefreiheit überprüfen.
  • Mitarbeiter der Bauämter durch Schulungen besser sensibilisieren auf die Umsetzung der Landesbauordnung zu achten.
  • Öffentliche Auszeichnungen verleihen und barrierefreie Umsetzung in öffentlichen Broschüren bekannt machen.
  • Zuschüsse nach bestimmten Kriterien und Bereichen vorstellbar.

Dorothea Schäfer

  • Architekten durch Schulungen fördern.
  • Ämter besser mobilisieren, auf Barrierefreiheit zu achten.

Salvatore Barbaro

  • Investitionsmittel zur Sanierung nutzen um Barrierefreiheit zu fördern.
  • Mehr barrierefreien Wohnraum schaffen durch Erwerb bestehenden Wohnraum (z.B. Tauschangebot von Alt zu Neu, um Ortskerne barrierefrei zu schaffen).

Moritz Mergen

  • Öffentliche Hand in Pflicht nehmen, bei finanzieller Unterstützung (Zuschüsse).
  • Minimale abgestufte Hilfen für alle betreffenden Bewerber.

3. Wie kann der Kreis Mainz-Bingen die Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Bereich Freizeit noch weiter verbessern?

Irene Alt

  • Mehr Angebote zu Kultur- und Freizeitveranstaltungen fördern, unterstützen.
  • Vermehrte barrierefreie Fahrdienste schaffen im Nahverkehr.
  • Verbesserung durch Fahrscheine für Behindertenfahrdienste.

Dorothea Schäfer

  • Durch Anreize barrierefreie Freizeitmöglichkeiten schaffen.
  • Verbesserung durch Fahrscheine und mehr barrierefreie Haltestellen schaffen.

Salvatore Barbaro

  • Förderung von barrierefreien Freizeitstätten.
  • Verbesserten Nahverkehr durch barrierefreien Ausbau von Haltestellen und durch Fahrscheine für Behindertenfahrdienste.

Moritz Mergen

  • Behindertensport vorantreiben, Vereine dabei unterstützen.
  • Kompetenzen nutzen.